Häufige Fragen

Um bei der Zusammenarbeit mit unserer Druckvorstufe einen reibungslosen Workflow zu erreichen, haben wir die wichtigsten Fragen für Sie zusammen gestellt. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, zögern Sie nicht in der Druckvorstufe oder bei ihrem Sachbearbeiter nachzufragen. Die wichtigsten Checkpunkte für den richtigen Aufbau einer Druckdatei finden Sie in der Druckdaten Checkliste.

Auf welchem Wege kann ich Druckdaten übermitteln?

Ihre Druckdaten können Sie auf verschiedenen wegen zu uns schicken, je nachdem, was Ihnen lieber ist:

  • bequem per Mail
  • Über unseren FTP-Server
  • Über Ihren persönlichen FTP-Server oder andere Abholbereiche
  • Mittels mobiler Datenträger, wie CD, DVD, oder USB-Stick

Parallel zur Datenübertragung senden Sie bitte eine E-Mail an den für Sie zuständigen Sachbearbeiter mit genauen Angaben zum Übertragungsweg und zur Ordner-/ Dateibezeichnung.

Ihre Daten werden grundsätzlich drei Monate in unserem Archiv gespeichert (Bundesdatenschutzgesetz §14). Wünschen Sie eine längerfristige Archivierung, sprechen Sie bitte mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter.

Welche Datengröße kann maximal als E-Mail versendet werden?

Eingehende E-Mails können wir inklusive Anhang mit maximal 11 MB empfangen. Prüfen Sie jedoch bitte, ob Ihr eigener E-Mail-Anbieter das Versenden von Mails mit dieser Größe zulässt.

E-Mail Druckvorstufe: druckvorstufe(at)pfitzer.de

Wie kann ich den FTP-Server nutzen?

Unser FTP-Server bietet eine komfortable Möglichkeit, um größere Datenmengen auszutauschen. Vor der Erstnutzung ist es notwendig, dass Sie sich mit einem unserer Mitarbeiter in der Druckvorstufe telefonisch in Verbindung setzen. Wir richten dabei Ihren persönlichen Zugang ein, der Rest läuft anschließend automatisch und sie erhalten sämtliche weiteren Informationen per E-Mail.

Telefon Druckvorstufe: 07159-931916

Wo finde ich das Portal im Internet?

In der E-Mail, die Sie nach der Registrierung von uns erhalten, finden Sie einen Link, sowie Ihre Zugangsdaten für Ihren persönlichen Zugang. Nach dem Login wird das System Sie durch die weiteren Schritte führen.

Welche Datenträger kann ich nutzen?

Es ist nach wie vor sinnvoll, für größere Datenmengen physische Datenträger zur Datenübergabe zu verwenden. Sie können uns Ihre Druckdaten auf CD-ROM, DVD, USB-Stick oder einer externen Festplatte zukommen lassen. Nach der Datenübertragung erhalten Sie den Datenträger auf Wunsch zurück.

Welche Dateiformate kann ich verwenden?

Um höchstmögliche Sicherheit beim Datenaustausch zu erreichen, basieren unsere Angebote grundsätzlich auf der Anlieferung prozessoptimierter PDF/X-1a:2001 oder PDF/X-4 Daten (ISO 15930 PDF/X). Dieses Format hat sich aus vielen Gründen als Standard etabliert. Zu den Daten sollten farbverbindliche Proofs mit integriertem Fogra Medienkeil geliefert werden. Grundlage für die Prooferzeugung sind die jeweils aktuellen ISO Profile. Wichtig ist, dass die mitgelieferten farbverbindlichen Proofs aus den gelieferten Druck-Daten generiert wurden.

Sollten der Datenlieferung keine Proofs beiliegen, anhand deren wir die farbliche Richtigkeit der Umsetzung in Farbe und Inhalt überprüfen können, drucken wir aktuell gemäß ISO 12647-2. In diesem Fall können wir für Farbabweichungen nicht haftbar gemacht werden. Gegen Kostenerstattung erzeugen wir jedoch für Sie einen farbverbindlichen Proof anhand der Daten, die Sie uns senden.

Grundsätzlich sind wir in der Lage, Ihre Daten in allen gängigen Layoutprogrammen wie z.B. InDesign, QuarkXPress, Illustrator o.ä. zu bearbeiten. Bei einer Lieferung von offenen Daten können durch das Handling Zusatzkosten anfallen.

Vor der erstmaligen Zusammenarbeit bitten wir um Zusendung von Testdaten, die wir dann ausführlich prüfen. Anschließend werden Sie über das Prüfergebnis in Kenntnis gesetzt, damit für die weitere Zusammenarbeit die Datenübergabe einwandfrei ablaufen kann.

Wie muss das Dokument aufgebaut sein?

Für eine reibungslose Verarbeitung der Druckdaten erwarten wir Einzelseiten, wobei ein PDF-Dokument mehrere Einzelseiten enthalten darf. Ausnahmen sind zum Beispiel klebegebundene Umschläge, diese sollten inklusive Rücken und eventuellen Ausklappseiten als Montagefläche angelegt werden. Falz- und Beschnittmarken sind für die genaue Positionierung notwendig. Falls Sie sich über die Rückenbreite unsicher sind, wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Sachbearbeiter oder an die Mitarbeiter in der Druckvorstufe.

Alle Dateien, die Sie uns senden sollten mit Produktnamen, Seite(n) und ggf. Version bezeichnet und eindeutig zuzuordnen  sein.

Sollten Sie ein mehrsprachiges Produkt produzieren wollen, bei dem sich Text oder die Version bei gleichem Bildaufbau ändern, sind alle wechselnden Elemente in einer fünften Farbe (z.B. Sonderfarbe „Text“) anzulegen. Die Wechseldaten können dann als vorsepariertes PDF (nur mit Farbauszug „Text“) geliefert werden. Ein Wechsel im Negativ-Text erfordert einen kompletten 4-farbigen Plattenwechsel.

Alle Seitenelemente, die in Schwarz angelegt sind, müssen schon im Layout-Programm auf „Überdrucken“ eingestellt werden. Im Besonderen ist dies bei Textwechseln zu beachten. Dies gilt auch bei Dokumenten, die nur schwarzen Wechseltext enthalten. Hier ist es zwingend erforderlich alle Elemente auf Überdrucken einzustellen. Ebenso müssen alle Seitenelemente, die negativ weiß angelegt sind, aus „Aussparen“ stehen. Beim Einsatz von Metall- oder Leuchtfarben ist zu beachten, dass hier Schwarz auf „Aussparen“ stehen muss.

Verwenden Sie ausschließlich PostScript-Schriftschnitte (Type 1). Die Verwendung von elektronischen Modifikationen aus dem Schrift-Stil-Menü der Layout-Software oder selbst modifizierten Schriftschnitten können bei der Verarbeitung und Ausgabe zu Problemen führen und müssen daher vermieden werden. Bei der Verwendung von TrueType-Schriften kann es sein, dass der Hersteller das Einbetten der Schrift in ein PDF elektronisch unterbunden hat, diese Schriften, bzw. PDF-Daten sind daher nicht verarbeitbar.

Schriften, die nicht in 100% Schwarz angelegt sind, dürfen nicht kleiner als 6 pt gewählt werden, da sonst die Lesbarkeit deutlich eingeschränkt ist. Für die problemlose Umsetzung sind Schriften in platzierten EPS-Daten in Pfade umzuwandeln.

Die aktuelle Rechtsprechung erlaubt die Einbettung von Schriften nur zum „Drucken“ der Daten. Daher weisen wir darauf hin, dass selbst kleinere Korrekturen nur eingeschränkt oder gar unmöglich durch uns auszuführen sind.

Welche Überfüllungen und Beschnittzugaben muss ich beachten?

Alle randabfallenden Elemente einer Seite (Tabellen, Bilder, Farbflächen usw.) müssen zum Nettoformat eine Beschnittzugabe von mindestens 3 mm aufweisen. Zusätzlich müssen alle Seiten mit Schnitt- und Falzmarken erzeugt werden, die mindestens 6 pt vom Nettoformat entfernt stehen. Es ist sinnvoll, das Bruttoseitenformat an allen vier Seiten 10 mm größer anzulegen und das Nettoformat hierin zentriert auszugeben.

Für ein korrektes Druckergebnis ohne Blitzer ist eine Überfüllung (Trapping) in den Daten notwendig. Gemäß PDF/X Richtlinien werden vom Datenlieferanten angelegte Überfüllungen ignoriert und durch Standartwerte ersetzt. Sollen vom Datenlieferanten angelegte Überfüllungen erhalten bleiben, ist ein Hinweis erforderlich.

Bei einem klebegebundenen Produkt werden aus Produktionsgründen die inneren Seiten des Umschlages und damit die erste und letzte Seite des Inhalts auf ca. 5 mm umklebt. Besonders bei überlaufenden Motiven zwischen Umschlag und Inhalt muss diese Verklebung bereits im Seitenaufbau berücksichtigt werden. Planen Sie bitte im Bund 3 mm Weißraum und 2 mm Motivdopplung ein, da sonst eine Verschiebung und/oder der Verlust von Seitenelementen in Kauf genommen werden muss. Die Rückeninnenseite sollte farb- und lackfrei sein.

Bei einer Rückstichheftung (Drahtheftung) kommt es bei umfangreichen Werken zu einer Bundverdrängung. Wir sind technisch in der Lage die verkürzten Seiten zur Heftmitte um exakt diesen Wert zu stauchen. Ist dies nicht gewünscht muss schon im Layout berücksichtigt werden, dass sämtliche zu druckenden Elemente mindestens 3 mm vom Seitenrand entfernt sind.

Wie viel Seitenverkürzung ist bei Wickelfalzen, Altar-/ Fensterfalzen oder Klappen zu beachten?

Formatunabhängig sollten Sie für Wickelfalze beachten, dass Sie schon beim Anlegen des Dokumentes und vor allem beim Layoutspiegel beachten, dass die eingeklappte Seite 3 mm kürzer sein muss, als die beiden gleichgroßen Außenseiten.

Beim Anlegen eines Altar-/ Fensterfalzes müssen die beiden eingeklappten Seiten ebenfalls 3 mm kürzer sein, als die Außenseiten. Abhängig von der gewünschten Materialstärke gibt es hier jedoch einen Spielraum, den Sie in Rücksprache mit unserem Kundenberater besprechen können.

Die maximale Breite von Einklappseiten an Umschlag und Inhalt ist abhängig vom Druckprodukt und der Bindungsart. Bitte kontaktieren Sie zu einer genauen Absprache Ihren Kundenberater.

Welche Auflösung sollte ich bei Farb- oder Graustufenbildern, bzw. Grafiken verwenden?

Als optimale Speicherformate für Farb- und Graustufenbilder bieten sich EPS oder TIFF an. Für eine gute Druckqualität mit einem AM-Raster ist eine Mindestauflösung von 300 dpi notwendig, bei einem FM-Raster ist eine Mindestauflösung von 450 dpi erforderlich. Für Strichbilder (Schwarz-weiß, bzw. Bitmaps) benötigen wir eine Auflösung von mindestens 1000 dpi.

Von der Datenübergabe im JPG-Format raten wir ab, da eine unsachgemäße Handhabung bei der Kompression durch das JPG-Format eine Verpixelung des Bildes nach sich ziehen kann. Eine verlustfreie Kompression ist vorzuziehen.

Das Einbinden von DCS-Daten muss vor der Datenabgabe mit uns abgesprochen werden.

Transparenz-Funktionen werden von den aktuellen Ausgabeystemen nur dann korrekt ausgegeben, wenn sie bei der PDF-Erzeugung auf eine Ebene reduziert wurden (Flattening). Es stehen Ihnen beim Reduzieren der Transparenzen aus InDesign drei Qualitätsstufen zur Verfügung. Hier sollten Sie, um eine gute Qualität der Kanten innerhalb der Transparenz zu erreichen, die „hohe Auflösung“ einsetzen.

Bei Verwendung eines OPI-Servers prüfen Sie bitte, ob die Grobdaten sicher mit den hochaufgelösten Feindaten ausgetauscht wurden. Alle OPI-Kommentare müssen gemäß der PDF/X-Norm aus den Daten entfernt worden sein, um ein korrektes Datenhandling zu gewährleisten.

Welche Farbprofile nutze ich bei unterschiedlichen Materialien?

Für die Separation im Bildbearbeitungsprogramm und die Farbbearbeitung können Profile und Anpassungen nach PSO in Abhängigkeit des gewünschten Druckverfahrens (Rollen-/ Bogenoffset) und der Papierklasse verwendet werden. Unter www.eci.org stehen Ihnen Standard ICC-Profile für die unterschiedlichen Druckbedingungen zur Verfügung.

Sämtliche Bilder müssen als Composite-CMYK (+evtl. gewünschte Sonderfarbe) angelegt sein, gemäß geltender PDF/X-1a:2001 Richtlinien darf Bildern kein ICC-Profil zugewiesen sein. Die PDF-Datei muss hingegen eindeutig mit einem Verweis zu einem Outputintent gekennzeichnet sein. Liegt keine Farbraumdefinition vor, gehen wir grundsätzlich davon aus, dass es sich um ISOcoated-V2 (Fogra 39L) Daten handelt.

Gemäß Empfehlungen von Fogra und BVDM sollte der Gesamtfarbauftrag für den Rollenofset maximal 300 % betragen. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass unsere Richtlinien bekannt sind und die gelieferten Daten entsprechend Fogra-Richtlinien zur Einhaltung der maximalen Flächendeckung aufbereitet wurden.

Liegen Ihre Daten nicht im gewünschten Farbraum vor, oder ist aus anderen Gründen eine Farbraumtransformation notwendig, können wir dies gegen Kostenerstattung gerne vornehmen.

Wie lege ich Daten für Veredelungen (z.B. UV-Lack, Stanzungen, Prägungen) an?

Sollten Sie bei Ihrem Druckauftrag zusätzliche Veredelungsschritte wünschen, die Dateiinformationen erfordern (partielle Lacke, Prägungen Stanzungen etc.), dann raten wir Ihnen, diese in die eigentliche Druckdatei zu implementieren. Bei diesbezüglichen Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Mitarbeiter in der Druckvorstufe.

Welche minimalste Linienstärke ist darstellbar?

Die minimalste, abbildbare Linienstärke ist maßgeblich abhängig von Bedruckstoff und Farbigkeit, sowie dem Tonwert der Linie. Um ein gutes Druckbild garantieren zu können, empfehlen wir Ihnen, Linien nicht dünner als 0,25 pt anzulegen.

Welche Leistungen werden von uns nach der Datenübergabe erbracht?

Alle angelieferten Daten werden mittels Preflight geprüft. Sollten hierbei Abweichungen von unseren Vorgaben auftreten, erhalten Sie ein entsprechendes Feedback

Zur Freigabe Ihrer Daten erhalten Sie eine fertig gefalzte „Blaupause“, auch Form-Plot oder Form-Proof genannt. Diese wird auf einem Großformatdrucker in der Auflösung von 360 dpi gedruckt. Er ist ausdrücklich nicht farbverbindlich oder formstabil. Alternativ/ Zusätzlich können wir Ihnen zur Druckfreigabe ein sogenanntes Screen-PDF oder Raster-PDF in 100 dpi Auflösung zur Verfügung stellen. Bitte beachten Sie, dass trotz der geringen Auflösung die Screen-PDF-Daten mehrerer Seiten umfangreich ausfallen können, so dass es bei verschiedenen Mail-Providern zu Problemen wegen der Datenmenge kommen kann. In solchen Fällen können wir Ihnen die Screen-PDFs über unseren Web-Link  zur Verfügung stellen.

Umfangreiche Korrekturen, die ausgeführt werden müssen, nachdem die „Blaupause“ erstellt wurde, erfordern unter Umständen hohen zeitlichen Aufwand und verursachen Kosten, da der gesamte Workflow noch einmal durchlaufen werden muss. Es ist also sowohl für Sie, als auch für uns von großem Vorteil, wenn inhaltliche Korrekturen vor der ersten Datenlieferung abgeschlossen sind. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das Ausführen von Korrekturen der PDF-Daten von unserer Seite aus nur möglich ist, wenn die Dateistruktur dies zulässt.

Bildquellenangabe: Tony Hegewald /pixelio.de